#102 Veränderung und Verbindlichkeit mit Franziska Nitsche: Strategien für eine inklusive Kulturentwicklung

In dieser Episode beim CULTiTALK diskutieren Georg Wolfgang und Franziska Nitsche die Herausforderungen und Chancen von Diversity- und Inklusionsmaßnahmen in Unternehmen, insbesondere die Rolle von Widerstand und der Schaffung eines sicheren Raums für diverse Stimmen. Zudem betonen sie die Notwendigkeit einer kontinuierlichen kulturellen Entwicklung und einer differenzierten Messung von Veränderungsprozessen, um langfristigen Erfolg sicherzustellen.

Über Franziska Nitsche

Sie ist Systemische Beraterin und Speakerin. Als Soziologin mit den Schwerpunkten Diversity und Change Management interessieren sie schon immer die großen und kleinen Zusammenhänge. Vor 10 Jahren hat es Franziska deswegen auch in die Welt der Organisationen gezogen und sie hat ihr Herzensthema Diversity zum Beruf gemacht.

Darüber hinaus schlägt ihr Herz für „Acceptance and Commitment Therapie“, „Gewaltfreie

Kommunikation“ und Improtheater. Diese Aspekte lässt sie auch immer wieder in ihre

(Beratungs-)Arbeit einfließen.

Über die Episode

In der neuesten Folge von CULTiTALK begrüßt Georg Wolfgang die freiberufliche Trainerin, Speakerin und Beraterin Franziska Nitsche. Zu Beginn stellt Franziska sich vor und erzählt von ihrem Hintergrund in der ehemaligen DDR sowie ihrem Studium mit Schwerpunkt auf Gender und Diversity. Sie schildert ihren Weg in die Beratungs- und Wissenschaftswelt und erklärt, wie sie sich auf das Thema Diversity spezialisiert hat.

Georg und Franziska diskutieren die Herausforderungen und Widerstände, die bei der Implementierung von Diversity-Schulungen auftreten können. Franziska betont die Notwendigkeit, den Prozess der Veränderung ernsthaft anzugehen und Veränderungen in Recruiting-Tools und Schulungen zu integrieren, um Vielfalt tatsächlich zu fördern. Sie erwähnt, dass performative Maßnahmen oft nicht ausreichen und das tatsächliche Verhalten und strukturelle Änderungen entscheidend sind.

Ein zentraler Teil der Diskussion dreht sich um die Frage, wie man mit Widerstand in Organisationen umgehen kann. Georg hebt hervor, dass es wichtig ist, individuelle und flexible Lösungen zu finden, um möglichst viele Mitarbeiter im Veränderungsprozess mitzunehmen. Franziska ergänzt, dass Widerstand oft dann entsteht, wenn Menschen sich nicht ernst genommen fühlen, und betont die Relevanz der Transaktionsanalyse in diesem Kontext.

Die beiden sprechen auch über die Bedeutung von Führungskräften bei der Implementierung von Veränderungen und kritisieren die oft fehlerhafte Kommunikation neuer Leitbilder. Sie kommen überein, dass kontinuierliche Entwicklung und eine Kultur der Offenheit für Diversity und Inclusion wesentlich sind. Franziska geht dabei besonders auf die Herausforderung ein, dass „Nein“ in vielen Organisationen nicht leicht ausgesprochen werden kann.

Georg und Franziska beleuchten auch die Wichtigkeit der Schaffung von Resonanzräumen für diverse Stimmen und betonen die Bedeutung von informellen Regeln und kollektivem Verhalten für die kulturelle Entwicklung. Franziska spricht zudem über das „First Only Different“-Phänomen und die zusätzlichen Lasten, die Personen in einzigartigen Rollen tragen.

Am Ende der Episode dankt Georg herzlich für den differenzierten und praxisnahen Austausch und beide sind sich einig, viel aus dem Gespräch mitgenommen zu haben. Franziska betont, dass die Offenheit für Diversity und Inclusion tief in der DNA und den Werten einer Organisation verankert sein sollte.

Alle Links zu Franziska Nitsche:

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/franziska-nitsche-970933217/

Unternehmen: https://wertewege.de