Über Conny Hattula
Conny ist L&D Strategin & Sparringspartnerin rund um das Thema L&D Transformation und hilft Organisationen dabei, Learning & Development strategisch wirksam aufzustellen. Sie bringt frischen Lern-Wind ins Corporate Learning. Mit Team-Formaten, Learning-Hacks und Impulsen, die leicht, innovativ und direkt im Arbeitsalltag anwendbar sind.
Über diese Folge
Die aktuelle Spezialfolge widmet sich ganz dem „Culture Walk“, einem besonderen Lernformat rund um Kulturentwicklung, Bewegung und Austausch. Conny Hattula und ihr Gast Georg Wolfgang führen die Zuhörer*innen Schritt für Schritt durch das Konzept, geben Einblicke in die Entstehung und teilen praktische Tipps für die Umsetzung in unterschiedlichen Kontexten.
Einstieg: Wiedersehen im Podcast und der Ursprung des Culture Walk
Die Folge startet mit einer herzlichen Begrüßung von Conny Hattula. Sie freut sich, Georg Wolfgang als Wiederholungsgast begrüßen zu dürfen, nachdem beide bereits vor knapp zweieinhalb Jahren gemeinsam gepodcastet haben. Georg stellt seine beruflichen Schwerpunkte im Bereich Kulturentwicklung und Lernformate kurz vor und betont, dass der Culture Walk ganz bewusst als analoges Format entwickelt wurde, obwohl er sonst maßgeblich mit digitalen Lernmethoden arbeitet.
Ausgangspunkt für das heutige Gespräch ist ein LinkedIn-Post, durch den Conny Hattula auf den Culture Walk aufmerksam wurde. Sie beschreibt ihre Faszination für das Format: Es verbindet Impulse, Bewegung, Begegnung und Naturerlebnis.
Der Culture Walk – Was steckt dahinter?
Georg erläutert ausführlich, was der Culture Walk eigentlich ist und wie er entstand. Die Ursprungsidee kam aus einer Kooperation mit Renate Siebert im Rahmen des Positiv Leadership Forums in München. Schon am Vorabend der Veranstaltung wollten sie den Teilnehmenden einen besonderen Impuls bieten: Statt Smalltalk in klassischen Räumen setzten sie auf einen abendlichen Spaziergang mit integrierten Austausch- und Lernstationen.
Das Format wurde inzwischen mehrmals im Englischen Garten umgesetzt. Ziel war, die Teilnehmenden nicht nur miteinander ins Gespräch zu bringen, sondern auch gezielt inhaltliche Impulse zu liefern und durch wechselnde Gruppen echte Tiefe statt Smalltalk zu schaffen.
So wird ein Culture Walk gebaut: Schritt für Schritt
Im weiteren Verlauf der Episode schildert Georg Wolfgang sehr konkret, wie solch ein Culture Walk vorbereitet und in der Praxis durchgeführt wird:
- Strecke und Stationen festlegen: Vorab wird die Route im Park abgelaufen, passende Orte für Stationen werden ausgewählt, um einen guten zeitlichen und inhaltlichen Rhythmus zu schaffen.
- Klare Funktionen: Es geht immer um Wissens- und Erfahrungsaustausch, Deep Talk, das Lernen von- und miteinander und um das bewusste Erleben neuer Impulse.
- Impulse und Reflexionsfragen: Jeder Station ist ein kurzer Impuls (z. B. zum Thema Stärkenorientierung) und eine gezielte Reflexionsfrage zugeordnet („Was ist deine Hauptstärke und wie setzt Du sie ein?“).
- Gruppenzusammensetzung: Die Gruppen wechseln für jeden Abschnitt, damit alle Teilnehmenden verschiedene Perspektiven und neue Kontakte erleben.
- Abschlussmoment: Die Route endet bewusst an einem besonderen Ort (z. B. beim Sonnenuntergang am Monopterus), was für einen emotionalen, verbindenden Abschluss sorgt.
Georg betont, dass das Format nicht zu groß gedacht werden muss – auch kürzere Spaziergänge mit einzelnen Reflexionsfragen funktionieren hervorragend.
Das Kochrezept für eigene Culture Walks
Angelehnt an das „Kochrezept“-Thema im Gespräch, entwickelt Georg ein praktisches Grundprinzip für alle, die das Format im eigenen Kontext ausprobieren möchten:
- Eine Route überlegen, ggf. vorab abgehen und auf Zeit und Barrierefreiheit achten.
- Pro Station einen Impuls formulieren – dieser sollte kurz und verständlich sein, lässt sich auch einfach mit Geschichten oder vorbereiteten Karten umsetzen.
- Eine klare Reflexionsfrage pro Station vorbereiten, sodass der Austausch gezielt angeregt wird.
- Die Gruppen eher klein halten (2–3 Personen), um Tiefe im Gespräch zu erreichen.
- Flexibilität bewahren: Walks können kurz und spontan eingesetzt oder für längere Lernformate geplant werden.
- Setting bewusst wählen: Umgebung, Akustik und mögliche Ablenkungen beachten.
Conny Hattula ergänzt, dass die Vorbereitung entscheidend ist: Wegdauer, Stationen, Reflexionsfragen – je bewusster gewählt, desto erfolgreicher das Format.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten und Stolpersteine
Beide diskutieren, wie flexibel der Culture Walk einsetzbar ist – vom Teammeeting bis zum Konfliktgespräch, als Icebreaker, für gemischte Gruppen oder auch als individuelles Selbstreflektionsformat. Die Methode funktioniert überall dort, wo Austausch, Perspektivwechsel und Reflexion im Vordergrund stehen.
Georg teilt außerdem typische Fehlerquellen und sein Learning dazu:
- Wetter und Kleidung einkalkulieren
- Wege auf Barrierefreiheit prüfen
- Geschwindigkeit der Gruppen im Blick behalten und ggfs. Abstimmungspunkte einbauen
- Akustik und Ablenkungsquellen in der Natur nicht unterschätzen
Fazit: Mut zum Ausprobieren
Im letzten Teil der Folge motiviert Georg dazu, das Format einfach auszuprobieren – kleine Culture Walks lassen sich überall unkompliziert integrieren und bieten großen Mehrwert für Lern- und Entwicklungsprozesse. Conny Hattula zeigt sich begeistert und will das Format in ihr eigenes Repertoire übernehmen.
Gesamteindruck:
Die Folge bietet einen unterhaltsamen, praxisnahen und inspirierenden Einblick, wie Lernen, Reflexion und Austausch durch den Culture Walk auf eine neue Ebene gehoben werden können – und macht Mut, selbst aktiv zu werden und Lernspirations-Spaziergänge auszuprobieren.
ANMELDUNG zum kostenlosen Teamworkshop für nachhaltige Verhaltensänderung; https://culturizer.app/partner/cultitalk
Alle Links zu Conny Hattula:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/corneliahattula/
Unternehmen: https://www.corneliahattula.com/
Podcast WAS LERNST DU?: https://lnkd.in/2j2m2mi0