Über Magdalena Sophie Höbarth
Magdalena Sophie Höbarth ist Wienerin mit dänischen Wurzeln & ist nach 20 Jahren Karriere im Marketing, zuletzt als Head of Marketing einer Wiener Kulturinstitution, aus ihrer Heimatstadt Wien nach Berlin gezogen. Seit 2021 arbeitet sie als ausgebildete Systemische Leadership Coach mit Frauen in Führung & als Team Coach unter ihrer Marke &zitronen. Darüber hinaus ist Magdalena Trainerin für Corporate Influencer Programme bei der Firma Digital You GmbH sowie Business Coach bei sprungkraft.consulting. Ihre Leidenschaft & Expertise für Marke & Marketing bringt sie als Lehrbeauftragte für Strategisches Management & Marketing an der BHT Berlin & als MarketingStrategieBeraterin für Unternehmen & Agenturen ein. Der rote Faden ist dabei die Begleitung durch Transformationsprozesse - ob Führungskräfte, Teams oder Marken, Magdalena möchte mit zitronenfrischen Impulsen Weiterentwicklung & nachhaltiges Wachstum ermöglichen.
Über diese Folge
In dieser lebhaften und tiefgründigen Folge begrüßt Georg seine Gästin Magdalena Sophie Höbarth, eine vielseitige Wienerin mit dänischen Wurzeln, die seit 2021 in Berlin lebt. Schon zu Beginn betont die Gesprächspartnerin, wie wichtig ihr die eigenen Wurzeln sind und wie sehr sie diese prägen. Nach zwanzig Jahren im Marketing, zuletzt auch als Führungskraft, wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit und einen Neuanfang in Berlin – nicht zuletzt der Liebe wegen. Die Folge bietet einen spannenden Einblick in ihre Erfahrungen zwischen zwei Metropolen, beruflichem Wandel und der Suche nach Authentizität.
Von Wien nach Berlin: Neustart und Vielseitigkeit
Die Unterhaltung startet mit dem Umzug von Wien nach Berlin – ein Schritt, der nicht nur geographisch, sondern auch kulturell herausfordernd war. Die Gesprächspartnerin schildert ihre Freude über die neue Heimat, hebt aber auch die Unterschiede zwischen beiden Städten hervor. Ihr „Tanzen auf vielen Hochzeiten“, wie sie selbst sagt, spiegelt ihre Vielseitigkeit und Neugier. Ihr großer Schatz an Interessen trägt viel zum bunten Bild der Episode bei: So liest sie leidenschaftlich gern, insbesondere Romane und seit eineinhalb Jahren gezielt Bücher von Frauen, um ihren eigenen Horizont zu erweitern und neue Perspektiven zu erlangen. Diese Lektüre teilt sie auch auf Instagram – ein Kanal, der nicht nur als Tagebuch, sondern auch als Inspirationsquelle dient.
Coaching, Führung und (Selbst-)Reflexion
Ein zentrales Thema dieser CULTiTALK-Folge ist die Wirkung von Coaching, insbesondere für Frauen in Führungspositionen. Die Gesprächspartnerin berichtet offen über ihre eigene Entwicklung als Coach und wie sie Erfahrungen aus der eigenen Führungskarriere in ihre heutige Arbeit einfließen lässt. Ein Schlüsselmoment ist die Erkenntnis, dass Frauen, die zu ihr kommen, sich schnell aufgehoben fühlen, weil sie die Lebensrealität von Führung aus eigener Erfahrung versteht. Hier entsteht sofort eine Vertrauensbasis, ein „Safe Space“ für ihre Coachees.
Die Diskussion streift die Prinzipien von Coaching und Mentoring, aber auch deren Grenzen. Ein wichtiger Punkt: Nicht immer ist die individuelle Lösung einer Coachee identisch mit der des Coaches. Im Gegenteil, jede muss ihren eigenen Weg finden – auch wenn es verlockend wäre, einfach die vermeintlich beste Lösung vorzuschlagen. Die Folge betont immer wieder, dass nachhaltige Entwicklung nur dann gelingt, wenn die Menschen selbst auf ihre Lösungen kommen. Coaching ist in diesem Verständnis ein Werkzeug, das zu Selbstreflexion und persönlicher Weiterentwicklung anregt.
Frauen in Führung – Herausforderungen und Vorurteile
Zentrales Element der Episode ist die Lebenswirklichkeit von Frauen in Führungspositionen. Die Gesprächspartnerin betont, dass sich die Realität für Frauen nach wie vor fundamental von jener der Männer unterscheidet. Noch immer werden erfolgreiche Frauen etwa als „bossy“ wahrgenommen, wo bei Männern Durchsetzungsvermögen gefeiert wird. Meetings, Kleidung, Auftreten – all das kann für Frauen zum Drahtseilakt werden, da die Spielregeln nach wie vor männlich geprägt sind. Das kostet Energie und Zeit, die Männern oft erspart bleibt.
Dennoch wehrt sich die Gesprächspartnerin dagegen, Frauen nur „weibliche“ Eigenschaften zuzuschreiben: Die Unterteilung in empathisch versus durchsetzungsstark hält sie für gesellschaftlich geprägt und nicht naturgegeben. Sie plädiert für ein neues Selbstverständnis – Frauen sind längst ebenso kompetitiv wie Männer, müssen aber ihren eigenen Weg zwischen Anpassung und der Etablierung neuer „Spielregeln“ finden.
Führung als aktive Gestaltungsaufgabe
Die Diskussion wendet sich dann der Rolle von Führung in Organisationen zu. Ein Key Takeaway: Gute Führung geschieht nicht nebenbei, sondern braucht Raum, Zeit und Bewusstsein. Unternehmenskulturen, in denen Fehler tabuisiert oder offene Kommunikation fehlt, machen es Führungskräften schwer, ihr Potenzial auszuschöpfen. Gerade hier betont die Gesprächspartnerin, wie wichtig es ist, als Team eine Subkultur zu schaffen – selbst wenn die große Vision in der Gesamtorganisation fehlt. Schon kleine Veränderungen im Team können das Unternehmen als Ganzes positiv beeinflussen.
Georg und Magdalena sprechen außerdem über das Führen „nach oben“: Nicht nur Teams, sondern auch die eigene Führungskraft muss man manchmal „führen“. Das mag anstrengend sein, ist aber Realität in vielen Unternehmen. Empowerment entsteht, wo Mitarbeitende und Führungskräfte Gestaltungsspielraum spüren und eigenständige Entwicklungen anstoßen dürfen.
Coaching, Sichtbarkeit und Unternehmenskultur
Ein weiteres interessantes Thema sind Führungskräftetrainings und Coaching im Unternehmenskontext. In vielen deutschen und österreichischen Firmen werde Coaching noch immer mit Defiziten oder Schwäche assoziiert und manchmal „heimlich“ genutzt. Dabei sieht Magdalena Coaching als wertvolles Tool, wie ein Führungskräftetraining: Es geht darum, Herausforderungen schneller und zielgerichtet zu lösen, nicht um Schwächen zu kaschieren. Sie wünscht sich eine Kultur, in der Coaching als selbstverständliche Weiterentwicklung gilt – genauso wie regelmäßiges Training oder Weiterbildung.
Diversität, Familie und die Zukunft der Führung
Am Ende beleuchtet die Folge auch die Verbindung von Elternschaft und Führung. Frauen mit Kindern bringen spezifische Stärken ein, die für Führung essentiell sind: Kommunikationsfähigkeit, Klarheit und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln. Unternehmen können viel gewinnen, wenn sie Diversität in jeder Hinsicht fördern und neue Modelle wie Teilzeit-Führung ermöglichen.
Fazit
Die Folge zeichnet ein facettenreiches Bild moderner Führung, weiblicher Lebensrealitäten und der Bedeutung persönlicher Entwicklung. Zwischen Wien und Berlin, Führung und Coaching, Anpassung und Innovation – hier bewegt sich das Gespräch immer am Puls der Zeit. Am Ende bleibt der Wunsch nach mehr Sichtbarkeit, Wertschätzung und Bewusstsein für die Vielfalt, die Menschen im Unternehmenskontext mitbringen.
Alle Links zu Magdalena Sophie Höbarth:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/magdalenasophiehoebarth/
Unternehmen: https://www.linkedin.com/school/berliner-hochschule-f%C3%BCr-technik-bht/